Handweberei "Henni Jaensch-Zeymer" Inh. Ulla Schünemann


Inhaberin Ulla Schünemann

Geltow mit 3.559 Einwohnern auf einer Ortsfläche von 930 ha liegt bei 52° 21' 54" Nord, 12° 57' 49" Ost.

Ulla Schünemann

Liebe Besucher von Geltow!

Aktives Museum - Handweberei "Henni Jaensch-Zeymer"

In Geltow gibt es seit 1939 die von der Kunsthandwebmeisterin Henni Jaensch-Zeymer gegründete Handweberei. Unweit der Kirche befindet sie sich in dem 1880 gebauten, ehemaligen Gasthaus, dessen Tanzsaal zur Werkstatt umfunktioniert wurde. In ihr werden noch heute an 200 bis 300 Jahre alten Webstühlen Stoffe nach traditionellen Mustern gewebt und verarbeitet. 1987 übernahm die Handwebmeisterin Ulla Schünemann den traditionellen Handwerksbetrieb. 1992 eröffnete sie darin das "Aktive Museum", welches dem Besucher Gelegenheit gibt, den Weberinnen bei der Arbeit zuzusehen. Wer etwas Besonderes erleben möchte, kann bei einer Führung alles über Webtechniken, die Entwicklung der Handweberei und die Geschichte des Weberhofes in Geltow erfahren.

Handtücher, Tischwäsche und Wohnaccesoires werden in einem kleinen Laden auf dem Weberhof zum Verkauf angeboten. Maßgeschneiderte, modische Kleidung wird regelmäßig auf eigenen Modenschauen im Frühjahr/Sommer präsentiert, welche sich großer Beliebtheit erfreuen.

Das Haus in dem die heutige Handweberei Geltow besteht wurde 1750 als kleines Fischerhaus erbaut. 1880 wurde dann hier der Gasthof von Alt-Geltow gebaut. Im vormaligen Tanzsaal befindet sich heute der Websaal mit den Handwebstühlen. Die vormalige gaststube ist heute eine Ausstellung mit Handweb-Technik, Gewebten und den Erzeugnissen von Henni Jaensch-Zeymer. In der Werkstatt stehen zehn Flachwebstühle und ein Hochwebstuhl. Die 200 bis 300 Jahre alten Webstühle sind noch voll funktionsfähig. Die Webstühle wurden von Henni beim Aufbau ihrer Werkstatt aus vielen Regionen zusammengetragen: Pommern, Oberschlesien, Chemnitz, Bayern und aus Polen. Das Gebäude und die Webstühle stehen unter Denkmalsschutz. Zu DDR-Zeiten von 1949 bis 1990 war die Handweberei immer ein selbständiger Betrieb. In Geltow waren 8 Handweberinnen beschäftigt, und ständig wurden Lehrlinge ausgebildet.

Mit der Wende musste der Betrieb für 1½ Jahre schließen. Gemeinsam mit Karin Teske entwickelten Ulla Schünemann und Henni Jaensch-Zeymer das Projekt des "Aktiven Museums". Dieses Projekt der gemeinde geltow wurde vom Arbeitsamt Potsdam und dem Arbeitsministerium des Landes Brandenburg finanziell aus dem Europäischen Sozialfond unterstützt.

Die Handweberei Geltow ist die größte privat produzierende Weberei in Deutschland. Der Besucher wird mit der traditionellen Kunst des Webens vertraut gemacht. Er kann erleben wie Stoff entsteht und erhält schkundige Informationen. An den alten Webstühlen entstehen heute noch Stoffe aus Leinen, Baumwolle, Seide und Wolle in traditionellen Mustern, wie das altbewährte Gerstenkornhandtuch. Aber auch neue Muster und Farben erden gewebt und zu anspruchsvollen Raumtextilien und maßgeschneiderter moderner zeitloser Kleidung weiterverarbeitet.

Dorfkirche Geltow

Kirche von Geltow

Im Ortsteil Alt-Geltow steht die rote Backstein-Kirche des Ortes, die der Kirche in Terlan (Südtirol) nachempfunden ist.

Entsprechend den Vorstellungen des 99-Tage-Kaisers Friedrich III wurde der dritte Kirchenneubau in Geltow als roter Backsteinbau auf asymmetrischem Grundriß mit Gliederungen aus grün glasierten Ziegeln und einem Turm mit schlanker Achteckpyramide nach gut zweijähriger Bauzeit am 22. Dezember 1887 eingeweiht.

Es entstand ein roter Backsteinbau mit Gliederungen aus grünglasierten Ziegelstreifen, auf einem asymmetrischen Grundriß: Dem Hauptschiff schließt sich östlich ein fünfseitiger Chor in gleicher Breite an, wie dieses und ebenfalls von Sterngewölben überspannt. Die Sakristei, der Turm und ein Seitenschiff sind seitlich an das Hauptschiff angefügt.

Das Dach des Kirchenschiffes besitzt eine Musterung aus grün-, gelb-, rot- und braunglasierten S-Pfannen, der Turmhelm ist nach seiner umfassenden Instandsetzung 1999 innerhalb des Denkmalschutzprogrammes "Dach und Fach" wieder mit gemustertem Schablonenschiefer gedeckt und mit Dreiecksgaupen und Bekrönungen entsprechend der ursprünglichen Gestaltung ausgestattet. Das alte mechanische Uhrwerk versieht nach wie vor mit Stunden- und Viertelstundenschlägen seinen Dienst. Mit ihrer ansprechenden Gestaltung war und ist diese Kirche ein landschaftsprägendes Element der Kunst- und Kulturlandschaft an der Potsdamer Havel und vom Wasser wie auch von den Ufern der Havel aus weithin sichtbar.

In weiteren Bauabschnitten wird nunmehr die Dacheindeckung instandgesetzt, bevor an die Instandsetzung des Innenraumes herangegangen werden kann.

Ortswappen von Geltow

Geltow

wurde erstmals im Zusammenhang mit Potsdam im Jahre 993 erwähnt und feierte 1993 das 1000-jährige Bestehen.
Hisdtorischs Bild vom Bau der Baumgartenbrücke Im Gasthaus „Baumgartenbrück“ ist die vielseitige Geschichte des Ortes in Wort und Bild festgehalten.

Ein Gedenkstein oberhalb der Baumgartenbrücke erinnert an den Major Ferdinand von Schill und sein Husarenregiment. 1809 gegen die napoleonische Fremdherrschaft war er der Initiator des nationalen Erhebungsversuches. Unter der jetzigen Schill-Linde hielt der Major eine flammende Rede an sein Freicorps.

Ruhig gelegen ist die Waldsiedlung Wildpark-West im Norden Geltows. Die in den 30er Jahren gebauten Einfamilienhäusern liegen an der Uferzone des Auwaldes, der hier bis zur Havel heranreicht.

Bemerkenswert sind einige Villen auf dem Franzensberg stehen, im vergangenen Jahrhundert von Berliner Bürgern erbaut. Darunter die 1928/30 erbaute Villa von Ernst Ludwig Freud, dem Sohn des Psychoanalytikers Sigmund Freud. ein bedeutendstes Werk und eines der wenigen Beispiele großbürgerlichen Wohnens in der klassischen Moderne. Eigentümer des Grundstücks waren seit 1928 der jüdische Bankier Dr. h.c. Theodor Frank und seine Ehefrau Margot. Bis 1934 war Dr. Frank Vorstandsmitglied der Deutschen Bank.

  1. Zitiert aus Schwielowsee-Tourismus.de
  2. Mehr Interessantes zum Ort Geltow in wikipedia.de