Handweberei "Henni Jaensch-Zeymer" Inh. Ulla Schünemann


Inhaberin Ulla Schünemann

Die Handweberei Geltow im Spiegel der Medien

Vom Grashorn nach Sibirien

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Frische Luft am Geltower Havelufer schnappen

Geltow, das tausendjährige Dorf – Senior der drei Ortsteile der Gemeinde Schwielowsee – ist ein immer lohnendes Ausflugs-ziel. Einheimische erinnern sich eines Spruchs, mit dem vor einem halben Jahrhundert ein unbekannter Berliner dem Dorf gegenüber von Werder/Havel auf seine Weise ein bescheidenes Kompliment gemacht hatte: „Willst Du das schöne Geltow seh’n, beweibt, bemannt, alleene – dann lass die Blechkarosse steh’n und mach Dir uff de Beene!“

Nicht so sehr auf das Gestern zurückblicken, sondern das Heute in vollen Zügen genießen: Überall in Geltow entstanden neue Ein- und Mehrfamilienhäuser, besonders im früheren Schäfereifeld in Rufweite des Wildparks. Unter den jüngsten Gaststätten ist das Landhaus „Geliti“ eine gemütliche Einkehrempfehlung, bekannt für die deftige regionale Küche. In Nähe des Havelufers am Grashorn ist die im neugotischen Stil errichtete Kirche eine Augenweide. Kein Geringerer als Theodor Fontane hatte dem Gotteshaus ein an die Historie anknüpfendes Gedicht gewidmet: „Kaiser Friedrichs letzte Fahrt“. Nämlich neun Tage vor seinem Tod hatte der als 99-Tage-Kaiser in die Geschichte eingegangene Kaiser Friedrich III. mit seiner Familie der Kirche seine Aufwartung gemacht.

Noch ein Juwel entdeckt der Fremde am Grashorn, das „Aktive Museum Handweberei Henni-Jaensch-Zeymer“ in einem kleinen Weberhaus. In der Werkstatt klappern wie eh und je noch immer mehr als 200 Jahre alte Webstühle. Auch Erzeugnisse ihrer Arbeiten sind vor Ort zu kaufen.

Vom Grashorn aus wird die Bewegung in gesunder Luft nicht vergessen. Ein etwa zwei Kilometer langer Weg führt zwischen betagten Laubbaumriesen entlang des Havelufers nach Wildpark-West. Im Blick des Wanderers sind weite Wiesen, die auch ohne Blüten ihren Reiz nicht verfehlen. Nur noch wenige Geltower wissen aus Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern, dass diese Landschaft den Namen „Geltower Sibirien“ trug. Der Naturfreund findet zu jeder Jahreszeit eine bunte Vogelwelt vor und der vielstimmige Gesang der gefiederten Anlieger bringt die Gegend zum Klingen. Romantisch wird es, wenn auch noch Wildgänse und Graureiher über die Köpfe der Wanderer ihre Bahnen ziehen. Naturerlebnis perfekt! Und das Herzstück von Mutter Natur bildet zum Abschluss der „Werder’sche Damm“ am Ende von Wildpark-West mit seinem kostbaren Bestand an Ulmen.

info Ulla Schünemann, Handweberei Geltow, Am Wasser 19, Geltow


Artikel von H. H. zitiert nach Märkische Algemeine vom 14. 12. 2007